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Louïze Labé
Ach, meine Liebe, werft sie mir nicht vor
24 Sonette der Liebe

 

französisch / deutsch / englisch

Übertragen von Rainer Maria Rilke und Marie Jahoda
Mit einem Nachwort von Marie Jahoda

72 Seiten, 1 Abbildung
Englische Broschur, Fadenheftung
ISBN 3-931325-11-3
EUR 16,50 (D)


Als Louïze Labé (eigtl.: Charly; 1525–1566), die »schöne Lyoneser Seilerin« 1555 ihre unsterblichen Sonette veröffentlichte, kam dies einer Sensation gleich; bereits im Jahr darauf folgten zwei weitere Auflagen.

Liebesgedichte jener Zeit sahen Frauen als unerreichbare Göttinnen oder als vergnügliche, leichte Eroberungen — als Objekt, als Geliebte.

Unerhört hingegen Louïze Labé als Liebende: Eine unabhängige Frau nimmt sich nicht nur das Recht, leidenschaftlich zu lieben, sondern findet auch den Mut, Zärtlichkeit und Lust, Verlangen, Erfüllung und Scheitern ihrer Liebe in traumhaft musikalischen Sonetten zu besingen. Auch über vierhundert Jahre später nehmen wir ergriffen die Gefühle einer heftig liebenden Frau wahr.

Labés Werk wurde immer wieder übertragen, vornehmlich auch ins Deutsche; im 20. Jahrhundert von Rilke, Zech, Kraus u.a. Marie Jahoda (1907–2001), die große Sozialpsychologin des 20. Jahrhunderts, eine Frau, deren Leben selbst eine Parabel von Unabhängigkeit ist, hat noch im hohen Alter Labés Sonette ins Englische übertragen: ein großes Werk auch für deutschsprachige Leserinnen und Leser!